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Musical

Die Musical-AG am Theodor-Heuss-Gymnasium wurde 1995 von Wilfried Staiger (Musikalische Leitung) und Reinhard Kölmel (Regie) gegründet und hat seither in Kooperation mit dem Amateurtheaterverein Pforzheim e.V. und dem Kulturhaus Osterfeld eine Vielzahl an namhaften Stücken auf die Bühne gebracht, darunter „Joseph“ von Webber/Rice (1995), „Esther“ von Munns/Oliver (1998), „Die Schatzinsel“ von Shaper/Ornadell (2001), „Moby Dick“ von Longden/Kaye (2004)und die Moritatenoper „Die Räuberin“ Radermacher/von Schoenebeck (2006).

Danach übernahm Mark Lotichius die musikalische Leitung, unter dessen Stabführung die Musicals „Honk!“ von Stiles/Drewe (2009) und „Pinkelstadt" von Kotis/Hollmann (2011) aufgeführt wurden.

Die Bühnenbilder werden jeweils von einer Bühnenbild-AG unter Leitung von Kunsterziehern (Rolf Hoffmann, 2001-2004; Simone Pache, 2006, Jochen Straehler-Pohl, 2009 bis heute) entworfen und hergestellt.

Die Musical-AG steht allen begabten Schülern und Schülerinnen der Jahrgänge 6 bis 12 zur Mitwirkung auf und hinter der Bühne sowie im Orchestergraben offen. Das Orchester bzw. die Band wird projektbezogen zusammengestellt.

Zur Zeit ist ein Neueinstieg als Darsteller in die Musical-AG nur in Ausnahmefällen noch möglich, da sich das Ensemble sich schon mitten in den Proben zur neuen Produktion befindet: Die Premiere des Musicals „Just so!" von George Stiles und Anthony Drewe, den Machern von „Honk!", soll im Januar 2013 stattfinden.

Die Musical-AG wird vom Förderverein des Theodor-Heuss-Gymnasiums Pforzheim unterstützt und vom Landesverband Amateurtheater aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg zur Förderung der Zusammenarbeit von Schule und Verein gefördert.

 

2011: Pinkelstadt



MUSICAL „PINKELSTADT“ IM KULTURHAUS OSTERFELD:
SWINGENDE MUSIK UND ERFRISCHEND SATIRISCHE TEXTE IN EINER UNTERHALTSAMEN SHOW

Eine Revolution, die swingt und rockt! Im ausverkauften Kulturhaus Osterfeld feierte das begeisterte Publikum am 29. Januar mit Szenenapplaus und stehenden Ovationen die Premiere von Pinkelstadt, dem neuen THG-Musical.

Ein raffgieriger Geschäftsmann, der die Ressourcenknappheit skrupellos ausnutzt, um sich mit menschlichen Bedürfnissen die Taschen zu füllen, ein korrupter Gefälligkeitspolitiker, der für die „richtigen“ Gesetze zu sorgen hat, einfache Leute, deren Wut sich in einem revolutionären Aufstand entlädt – kritisch und aktuell. Natürlich geht es nicht ohne die tragische Liebesgeschichte zwischen dem jungen Revolutionsführer Jonny Stark (DIMITRIJ KOZAK) - und der süßen, ehrlichen, und attraktiven Tochter Freya des Raffzahns Mehrwerth (MAREN KRAUS, CHRISTIAN SEEGER) - leider ohne Happy-End sowohl für die Liebe als auch für die Revolution: „Was soll das eigentlich für ein Musical sein? Da kommen die Guten endlich ans Ruder und schon geht alles den Bach runter“, lästert Klein-Erna alias KATRIN BÜRCK, die sich in einer Paraderolle als kleines, armes Mädchen mit ihren naiv-bauernschlauen Kommentaren in die Herzen des Publikums spielt.

Um die Zuschauer auf den tragischen Verlauf von Liebe und Revolution vorzubereiten, kommentieren Wachtmeister Kloppstock (MARTIN BUTSCHER) – und Klein Erna das Geschehen in Anlehnung an Bertolt Brechts episches Theater.

„Drei Jahre lang lief ‚Urinetown’ mit phäno-menalen Erfolg am Broadway und wurde mit insgesamt sechzehn der begehrtesten Theaterpreise der USA ausgezeichnet. Publikum und Kritiker feierten einstimmig die Musicalkomödie mit dem ungewöhnlichen Titel und der schrägen Handlung als das origi-nellste und intelligen-teste Broadway-Stück der letzten Jahre. Swingende Musik und erfrischend satirische Texte wurden zu einer unterhaltsamen Show verarbeitet, die das Genre Musical augenzwinkernd parodiert.“ (Programmheft).

Die neue Produktion unter der musikalischen Leitung von MARK LOTICHIUS, in der Inszenierung von REINHARD KÖLMEL und mit dem Bühnenbild von JOCHEN STRAEHLER-POHL muss sich hinter den namhaften Vorgängerproduktionen wie „Honk“, „Moby Dick“ oder „Joseph“ nicht verstecken – im Gegenteil: „Pinkelstadt ist deswegen ein so gelungenes Stück, weil es Tiefgang hat und doch amüsiert, weil es mal bitterböse, mal zuckersüß daher kommt. Kurzum: Pinkelstadt ist Schultheater auf höchsten Niveau.“ (Pforzheimer Kurier Nr. 24, S. 10).

Die schauspielerischen Leistungen sind bis hin zu den Nebenrollen von beeindruckender Aus-drucksstärke und Präsenz – VANESSA FAUTH als Polizistin Kurz, JEANNE LUTZ als Frau Fennichfux, JANA SCHIFFER in der Rolle der Mutter Stark und alle anderen sind alleine den Besuch schon wert – aber der eigentliche Star des Abends ist das gesamte Ensemble!

Die drei Choreografinnen MAREN KRAUS, JEANNE LUTZ und NORA WAGNER, die schon in der vierten Produktion dabei sind und das Rückgrat unserer Musical-AG bilden, haben dem Stück einen enormen Drive gegeben, der vom Orchester kräftig unterstützt wird.