Bildungsplan Deutsch Klasse 8

1. SPRECHEN

Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, die Standardsprache weitgehend sicher zu gebrauchen und deutlich zu artikulieren.

Informieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• zwischen zweckgebundenen, sachlichen Darstellungsweisen, die der Information dienen, und der Wiedergabe subjektiver Eindrücke unterscheiden;
• Informationen für eine sachliche und zweckgebundene Information (Bericht, Beschreibung, Referat) sammeln, auswählen und ordnen;
• frei, auch mithilfe von Stichwörtern, präsentieren und Visualisierungsmittel einsetzen;
• anhand elementarer Kriterien eine Präsentation beurteilen.
Gespräche führen
Die Schülerinnen und Schüler können
• aktiv zuhören und sich auf Gesprächsthema und -verlauf konzentrieren;
• sich themenbezogen in Gespräche einbringen und ihre eigene Aussage klar und verständlich formulieren;
• Kritik aufgreifen und konstruktiv Kritik üben;
• die Gesprächsleitung übernehmen.

Diskutieren und Argumentieren
Die Schülerinnen und Schüler können

• verschiedene Formen der Diskussion unterscheiden und ihre Regeln anwenden;
• eine Diskussion organisatorisch und inhaltlich vorbereiten;
• wichtige Beiträge in Stichworten zusammenfassen und explizit auf andere Argumente und Meinungen eingehen;
• sachlich und fair mit den Argumenten anderer umgehen;
• die eigenen Argumente sinnvoll strukturieren und präzise darstellen;
• eine begründete Stellungnahme abgeben.

Textvortrag
Die Schülerinnen und Schüler können Gedichte und Balladen und kürzere epische oder dramatische Textpassagen auswendig vortragen.

Szenische Verfahren
Die Schülerinnen und Schüler können
• verschiedene Ausdrucksformen der Körpersprache (Gestik, Mimik, Haltung, Gang) situationsbezogen einsetzen;
• auf unterschiedliche Weise einen Text szenisch erarbeiten;
• verschiedene gestaltende Zugänge zu literarischen Figuren nutzen;
• einen einfachen dramatischen Text inszenieren.

2. SCHREIBEN

Schreibkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• zwischen verschiedenen Funktionen des Schreibens unterscheiden und sie beim Schreiben berücksichtigen;
• Texte unter Berücksichtigung bestimmter inhaltlicher und formaler Vorgaben planen, schreiben und überarbeiten;
• Texte in gut lesbarer Schrift und angemessener Form verfassen;
• die spezifischen Möglichkeiten des Computers nutzen (Textverarbeitung).
Informieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• in selbst verfassten Texten über Ereignisse berichten;
• Gegenstände, Vorgänge, Wege, Orte, Personen und Bilder beschreiben;
• über Sachverhalte und Texte schriftlich informieren.

Argumentieren
Die Schülerinnen und Schüler können sich mit einem Sachverhalt in Form einer einfachen Erörterung auseinander setzen.

Interpretieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• ihr Textverständnis ausdrücken, indem sie den Inhalt von Texten und Filmen schriftlich zusammenfassen;
• Personen, auch literarische Figuren, charakterisieren;
• handlungs- und produktionsorientiert mit Texten umgehen.
Kreatives Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler können
• Texte nach unterschiedlichen Schreibimpulsen als Ausdruck individueller Phantasie und Kreativität gestalten;
• in eigenen Schreibprodukten elementare Gestaltungsmittel verwenden.
Rechtschreibung und Zeichensetzung
Die Schülerinnen und Schüler können
• einen Grundbestand an Rechtschreibregeln anwenden und die häufigsten Zeichensetzungsregeln befolgen;
• schwierige Fälle der Groß- und Kleinschreibung beachten und Regeln der Zusammen- und Getrenntschreibung anwenden;
• selbstständig die Schreibung von Fremdwörtern klären;
• Fehlervermeidungsstrategien anwenden und die eigene Rechtschreibung selbstständig überprüfen;
• bewusst und kritisch mit einem Rechtschreibprogramm arbeiten.

3. LESEN/UMGANG MIT TEXTEN UND MEDIEN

Lesekompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können beim Lesen altersgemäßer literarischer und nichtliterarischer Texte unterschiedliche Lesestrategien (auch Randnotizen, Zwischenüberschriften) anwenden.

Umgang mit literarischen und nichtliterarischen Texten
Die Schülerinnen und Schüler können
• Inhalt und Aussage eines Textes erfassen. Sie erkennen Grundmuster von Verhalten und Erfahrung und setzen sich mit den dabei aufgeworfenen Problemen und Wertvorstellungen auseinander;
• Zusammenhänge zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Textes herstellen;
• Grundbegriffe der Textbeschreibung (offener Anfang – offener Schluss, Rahmen- und Binnenhandlung) gebrauchen;
• analytische sowie handlungs- und produktionsorientierte Methoden der Texterschließung und des Umgangs mit Medien anwenden;
• verschiedene Textarten an grundlegenden Gattungsmerkmalen und Gestaltungsmitteln erkennen und unterscheiden (Kurzgeschichte, Kalendergeschichte, Novelle, Drama, Gedicht/- Ballade, Jugendbuch/Bearbeitungen von Werken der Weltliteratur für Jugendliche);
Außerdem erweitern sie ihren Lesehorizont durch die Lektüre exemplarischer deutschsprachiger Werke beziehungsweise klassischer Werke der Weltliteratur.
Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• Möglichkeiten der verschiedenen Medien als Mittel der Information, Kommunikation, Meinungsbildung, Werbung und Unterhaltung nutzen;
• zwischen elementaren Formen der Nachrichtenund Informationsvermittlung in Rundfunk, Zeitung, Fernsehen und Internet unterscheiden und ihre Wirkung kritisch reflektieren;
• mit einfachen Hypertexten umgehen;
• sich sowohl analytisch als auch im Rahmen eigener Produktionsversuche mit dem Medienangebot für Jugendliche auseinander setzen und es kritisch nutzen;
• produktiv und kreativ mit dem Computer (Textgestaltung, grafische Gestaltung) umgehen.

4. SPRACHBEWUSSTSEIN ENTWICKELN

Satzfolgen und Satzgefüge
Die Schülerinnen und Schüler können
• die grammatische Funktion von Attribut-, Subjekt-, Objekt- und Adverbialsätzen bestimmen;
• komplexe Satzgefüge übersichtlich konstruieren;
• Adverbialsätze nach ihrer inhaltlichen Bedeutung unterscheiden;
• Adverbialsätze und andere Formen adverbialer Bestimmungen verwenden, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.
Modalität
Die Schülerinnen und Schüler können
• die verschiedenen Funktionen der Modalität sachgerecht verwenden;
• verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten für Modalität (Modus, Modalverben, Modaladverbien) nutzen;
• die Rede eines Dritten in der indirekten Rede wiedergeben;
• den Konjunktiv der indirekten Rede als Mittel der Distanzierung beschreiben und benutzen.
Wortgeschichte
Die Schülerinnen und Schüler
• verfügen über Einblicke in die Geschichte des deutschen Wortschatzes (Einfluss fremder Sprachen, Unterschied zwischen Erb-, Fremdund Lehnwort);
• können die Herkunft eines Begriffs, einer Redewendung oder eines Namens in einem etymologischen Wörterbuch nachschlagen.
Sprache und Stil
Die Schülerinnen und Schüler können
• auffällige sprachliche Mittel in Texten auf eine zu Grunde liegende kommunikative Absicht beziehen;
• syntaktische (Parataxe, Hypotaxe) und semantische Stilmittel (Synonym, mehrdeutiger Ausdruck, Metapher, Vergleich) benennen und ihre Funktion im Text beschreiben (auch Alltagssprache, Werbung);
• die Kenntnis sprachlich-stilistischer Mittel bei der Analyse von Texten nutzen;
• in der geschriebenen Sprache bei der indirekten Rede vorrangig den Konjunktiv I verwenden. Sie vermeiden eine starke Häufung von würde- Formen.

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letzte Aktualisierung: 5.10.2004 | AGS
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