1. SPRECHEN
Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, die Standardsprache weitgehend sicher zu gebrauchen und deutlich zu artikulieren.
- Informieren
Die Schülerinnen und Schüler können - • zwischen zweckgebundenen, sachlichen Darstellungsweisen, die der Information dienen, und der Wiedergabe subjektiver Eindrücke unterscheiden;
- • Informationen für eine sachliche und zweckgebundene Information (Bericht, Beschreibung, Referat) sammeln, auswählen und ordnen;
- • frei, auch mithilfe von Stichwörtern, präsentieren und Visualisierungsmittel einsetzen;
- • anhand elementarer Kriterien eine Präsentation beurteilen.
- Gespräche führen
Die Schülerinnen und Schüler können - • aktiv zuhören und sich auf Gesprächsthema und -verlauf konzentrieren;
- • sich themenbezogen in Gespräche einbringen und ihre eigene Aussage klar und verständlich formulieren;
- • Kritik aufgreifen und konstruktiv Kritik üben;
- • die Gesprächsleitung übernehmen.
Diskutieren und Argumentieren
Die Schülerinnen und Schüler können
- • verschiedene Formen der Diskussion unterscheiden und ihre Regeln anwenden;
- • eine Diskussion organisatorisch und inhaltlich vorbereiten;
- • wichtige Beiträge in Stichworten zusammenfassen und explizit auf andere Argumente und Meinungen eingehen;
- • sachlich und fair mit den Argumenten anderer umgehen;
- • die eigenen Argumente sinnvoll strukturieren und präzise darstellen;
- • eine begründete Stellungnahme abgeben.
Textvortrag
Die Schülerinnen und Schüler können Gedichte und
Balladen und kürzere epische oder dramatische Textpassagen
auswendig vortragen.
- Szenische Verfahren
Die Schülerinnen und Schüler können - • verschiedene Ausdrucksformen der Körpersprache (Gestik, Mimik, Haltung, Gang) situationsbezogen einsetzen;
- • auf unterschiedliche Weise einen Text szenisch erarbeiten;
- • verschiedene gestaltende Zugänge zu literarischen Figuren nutzen;
- • einen einfachen dramatischen Text inszenieren.
2. SCHREIBEN
- Schreibkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können - • zwischen verschiedenen Funktionen des Schreibens unterscheiden und sie beim Schreiben berücksichtigen;
- • Texte unter Berücksichtigung bestimmter inhaltlicher und formaler Vorgaben planen, schreiben und überarbeiten;
- • Texte in gut lesbarer Schrift und angemessener Form verfassen;
- • die spezifischen Möglichkeiten des Computers nutzen (Textverarbeitung).
- Informieren
Die Schülerinnen und Schüler können - • in selbst verfassten Texten über Ereignisse berichten;
- • Gegenstände, Vorgänge, Wege, Orte, Personen und Bilder beschreiben;
- • über Sachverhalte und Texte schriftlich informieren.
Argumentieren
Die Schülerinnen und Schüler können sich mit einem Sachverhalt in Form einer einfachen Erörterung auseinander setzen.
- Interpretieren
Die Schülerinnen und Schüler können - • ihr Textverständnis ausdrücken, indem sie den Inhalt von Texten und Filmen schriftlich zusammenfassen;
- • Personen, auch literarische Figuren, charakterisieren;
- • handlungs- und produktionsorientiert mit Texten umgehen.
- Kreatives Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler können - • Texte nach unterschiedlichen Schreibimpulsen als Ausdruck individueller Phantasie und Kreativität gestalten;
- • in eigenen Schreibprodukten elementare Gestaltungsmittel verwenden.
- Rechtschreibung und Zeichensetzung
Die Schülerinnen und Schüler können - • einen Grundbestand an Rechtschreibregeln anwenden und die häufigsten Zeichensetzungsregeln befolgen;
- • schwierige Fälle der Groß- und Kleinschreibung beachten und Regeln der Zusammen- und Getrenntschreibung anwenden;
- • selbstständig die Schreibung von Fremdwörtern klären;
- • Fehlervermeidungsstrategien anwenden und die eigene Rechtschreibung selbstständig überprüfen;
- • bewusst und kritisch mit einem Rechtschreibprogramm arbeiten.
3. LESEN/UMGANG MIT TEXTEN UND MEDIEN
Lesekompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können beim Lesen altersgemäßer
literarischer und nichtliterarischer Texte
unterschiedliche Lesestrategien (auch Randnotizen,
Zwischenüberschriften) anwenden.
- Umgang mit literarischen und nichtliterarischen Texten
Die Schülerinnen und Schüler können - • Inhalt und Aussage eines Textes erfassen. Sie erkennen Grundmuster von Verhalten und Erfahrung und setzen sich mit den dabei aufgeworfenen Problemen und Wertvorstellungen auseinander;
- • Zusammenhänge zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Textes herstellen;
- • Grundbegriffe der Textbeschreibung (offener Anfang – offener Schluss, Rahmen- und Binnenhandlung) gebrauchen;
- • analytische sowie handlungs- und produktionsorientierte Methoden der Texterschließung und des Umgangs mit Medien anwenden;
- • verschiedene Textarten an grundlegenden Gattungsmerkmalen und Gestaltungsmitteln erkennen und unterscheiden (Kurzgeschichte, Kalendergeschichte, Novelle, Drama, Gedicht/- Ballade, Jugendbuch/Bearbeitungen von Werken der Weltliteratur für Jugendliche);
- Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können - • Möglichkeiten der verschiedenen Medien als Mittel der Information, Kommunikation, Meinungsbildung, Werbung und Unterhaltung nutzen;
- • zwischen elementaren Formen der Nachrichtenund Informationsvermittlung in Rundfunk, Zeitung, Fernsehen und Internet unterscheiden und ihre Wirkung kritisch reflektieren;
- • mit einfachen Hypertexten umgehen;
- • sich sowohl analytisch als auch im Rahmen eigener Produktionsversuche mit dem Medienangebot für Jugendliche auseinander setzen und es kritisch nutzen;
- • produktiv und kreativ mit dem Computer (Textgestaltung, grafische Gestaltung) umgehen.
4. SPRACHBEWUSSTSEIN ENTWICKELN
- Satzfolgen und Satzgefüge
Die Schülerinnen und Schüler können - • die grammatische Funktion von Attribut-, Subjekt-, Objekt- und Adverbialsätzen bestimmen;
- • komplexe Satzgefüge übersichtlich konstruieren;
- • Adverbialsätze nach ihrer inhaltlichen Bedeutung unterscheiden;
- • Adverbialsätze und andere Formen adverbialer Bestimmungen verwenden, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.
- Modalität
Die Schülerinnen und Schüler können - • die verschiedenen Funktionen der Modalität sachgerecht verwenden;
- • verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten für Modalität (Modus, Modalverben, Modaladverbien) nutzen;
- • die Rede eines Dritten in der indirekten Rede wiedergeben;
- • den Konjunktiv der indirekten Rede als Mittel der Distanzierung beschreiben und benutzen.
- Wortgeschichte
Die Schülerinnen und Schüler - • verfügen über Einblicke in die Geschichte des deutschen Wortschatzes (Einfluss fremder Sprachen, Unterschied zwischen Erb-, Fremdund Lehnwort);
- • können die Herkunft eines Begriffs, einer Redewendung oder eines Namens in einem etymologischen Wörterbuch nachschlagen.
- Sprache und Stil
Die Schülerinnen und Schüler können - • auffällige sprachliche Mittel in Texten auf eine zu Grunde liegende kommunikative Absicht beziehen;
- • syntaktische (Parataxe, Hypotaxe) und semantische Stilmittel (Synonym, mehrdeutiger Ausdruck, Metapher, Vergleich) benennen und ihre Funktion im Text beschreiben (auch Alltagssprache, Werbung);
- • die Kenntnis sprachlich-stilistischer Mittel bei der Analyse von Texten nutzen;
- • in der geschriebenen Sprache bei der indirekten Rede vorrangig den Konjunktiv I verwenden. Sie vermeiden eine starke Häufung von würde- Formen.