BILDUNGSPLAN DEUTSCH KURSSTUFE

1. UND 2. SPRECHEN UND SCHREIBEN

Praktische Rhetorik
Die Schülerinnen und Schüler können
• einen Diskussions- und Redebeitrag vorbereiten, formulieren und vortragen;
• eine Diskussion vorbereiten, durchführen und auswerten;
• eigenes und fremdes Gesprächsverhalten kritisch beobachten und angemessen darauf reagieren;
• verschiedene Vortrags- und Präsentationstechniken funktional einsetzen, auch unter Einbeziehung der neuen Medien;
• Kriterien der Bewertung anwenden (auch Feedback geben);
• Leitungs- und Moderationsaufgaben übernehmen.
Informieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• Methoden der Beschaffung und Verarbeitung von Information zielgerichtet anwenden (Nutzung von Bibliotheken, audiovisuellen und digitalen Medien, Interviews);
• Methoden der Aufbereitung und Vermittlung von Information anwenden (Strukturierung und Visualisierung).
Texte wiedergeben
Die Schülerinnen und Schüler können
• das Wesentliche eines anspruchsvollen Textes mit eigenen Worten sachgerecht wiedergeben;
• Techniken des Zitierens und des referierenden Sprechens sicher anwenden.
Argumentieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• komplexe Fragestellungen erfassen und Problemfelder erschließen;
• eine präzise und adäquate Begrifflichkeit verwenden;
• mit Techniken und Formen des Argumentierens und Erörterns selbstständig umgehen;
• Norm- und Wertvorstellungen reflektieren und sich ein begründetes Urteil bilden;
• erörternde Schreibformen verwenden (die nicht textgebundene Erörterung, die textgebundene Erörterung, auch produktionsorientiert, die literarische Erörterung).
Texte analysieren und interpretieren
Die Schülerinnen und Schüler können
• Verstehensvoraussetzungen klären;
• bei ihrer Interpretation textexterne und intertextuelle Bezüge berücksichtigen;
• eine funktionale, auf Inhalt und Wirkung bezogene Analyse von Texten durchführen und deren Darstellungsmittel einbeziehen (auch Glosse, Satire, Reden, Kommentare);
• Fachausdrücke der Textbeschreibung verwenden;
• Sach- und Gebrauchstexte in unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen auf ihre Funktion hin untersuchen und beurteilen;
• Formen gestaltenden Interpretierens (auch szenische Verfahren) anwenden und reflektieren;
• texterschließende Schreibformen (die Textanalyse, den analytischen Interpretationsaufsatz, den gestaltenden Interpretationsaufsatz) verwenden.

Rechtschreibung und Zeichensetzung
Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Normen der Rechtschreibung und Zeichensetzung.

3. LESEN/UMGANG MIT LITERARISCHEN SOWIE NICHTLITERARISCHEN TEXTEN UND MEDIEN

Lesekompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• mit anspruchsvollen literarischen und nichtliterarischen Texten umgehen;
• literaturtheoretisches Basiswissen und poetologisches Vokabular zur präzisen Beschreibung von Texten anwenden;
• sich mit dem in einem Text dargestellten Menschen- und Weltbild auseinander setzen. Sie berücksichtigen auch geistes-, sozial- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge;
• die Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erläutern und sich im Interpretationsgespräch über unterschiedliche Lesarten verständigen.
Literaturgeschichtliches Orientierungswissen
Die Schülerinnen und Schüler
• verfügen über literaturgeschichtliches Orientierungswissen (Epochen und Strömungen, exemplarische Werke);
• setzen sich mit der geschichtlichen Bedingtheit von Literatur auseinander. Einen Schwerpunkt bildet die Epoche der Aufklärung;
• kennen und reflektieren die geschichtliche Bedingtheit eines Werkes und des eigenen Verstehens und Urteilens;
• erkennen Zusammenhänge zwischen Texten (Intertextualität) und können themenverwandte beziehungsweise motivähnliche Texte aus verschiedenen Epochen vergleichen;
• können sich mit der Rezeption literarischer Werke auseinander setzen.
Außerdem erweitern sie ihre Leseerfahrung durch die Beschäftigung mit mindestens zwei Werken der Gegenwartsliteratur.
Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• die verschiedenen Medien als Mittel der Information, Meinungsbildung, Manipulation, Unterhaltung, Kommunikation und ästhetischen Gestaltung gezielt nutzen;
• die unterschiedlichen medialen Gestaltungen literarischer Werke vergleichen und die Funktion der jeweiligen Gestaltungsmittel erläutern;
• spezifische Darstellungsmittel der traditionellen und neuen Medien, ihre spezifische Rezeptionsweise, Wirkung und Problematik darstellen und erläutern (auch Hypertexte, Hypermedien, virtuelle Welten).

4. SPRACHBEWUSSTSEIN ENTWICKELN

Sprachwissen und Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• zentrale grammatische Erscheinungen bestimmten Kategorien zuordnen und die entsprechenden Fachbegriffe verwenden;
• ein Repertoire semantischer, syntaktischer und stilistischer Möglichkeiten situationsgerecht und funktional anwenden;
• sprachliche Mittel einsetzen, um Inhalte miteinander zu verknüpfen und den Textzusammenhang zu sichern;
• Formen uneigentlichen Sprechens benennen und verwenden.
• den logischen Zusammenhang von Satzgefügen erfassen;
• Sätze konstruieren, die einen Sachverhalt in seiner Komplexität deutlich machen;
• semantische Erscheinungen wie Ein- und Mehrdeutigkeit, Denotation und Konnotation erkennen und sie bei der eigenen Sprachproduktion verwenden;
• ihr Sprachwissen bei Sprachanalyse und Sprachproduktion (auch Textüberarbeitung) anwenden.
Sprachbewusstsein und kommunikative Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
• können Bedingungen gelingender und misslingender Kommunikation erkennen und in ihr eigenes Sprachhandeln einbeziehen;
• darstellen, dass die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien Wahrnehmung und Kommunikation beeinflussen, und deren Auswirkungen auf die Sprache reflektieren.

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letzte Aktualisierung: 5.10.2004 | AGS
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