Bildungsplan Englisch Klasse 8

1. KOMMUNIKATIVE FERTIGKEITEN

Hör- und Hör-/Sehverstehen
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• einfachere Anweisungen, Mitteilungen, Erklärungen oder Informationen über ihnen vertraute Themen verstehen, die in Standardsprache bei normaler Sprechgeschwindigkeit geäußert werden;
 
• verstehen, was ihnen in einem Alltagsgespräch über weitgehend vertraute Themen gesagt wird;
 
• Gesprächen über alltägliche Sachverhalte zwischen deutlich und nicht zu schnell sprechenden Muttersprachlern folgen;
 
• ausgewählten Radiosendungen oder mittels Tonträger dargebotenen einfacheren Hörtexten mit überwiegend bekanntem Sprachmaterial über vertraute Themen die Hauptinformationen entnehmen, wenn deutlich und in Standardsprache gesprochen wird;
 
• einfach gehaltene Erzählungen verstehen;
 
• altersgemäßen Fernsehsendungen und Filmen folgen, sofern sie vertraute Themen im Rahmen eines weitgehend bekannten Sprachmaterials behandeln.
Sprechen
An Gesprächen teilnehmen
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• ein breites Spektrum von Alltagssituationen sprachlich sicher und situationsgerecht bewältigen;
 
• ohne große Vorbereitung ein einfaches Gespräch oder eine Diskussion über vertraute Themen führen und dabei persönliche Meinungen angemessen ausdrücken und für sie wichtige Informationen austauschen;
 
• zu behandelten Themen und erarbeiteten Texten Fragen stellen und beantworten sowie Kommentare in einfacher Form abgeben;
 
• Gefühle wie Überraschung, Freude, Traurigkeit, Interesse und Gleichgültigkeit differenzierter ausdrücken und auf Gefühlsäußerungen anderer entsprechend reagieren;
 
• auftretende Verständnis- oder Verständigungsprobleme sprachlich angemessen bewältigen.
Zusammenhängend sprechen
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• in zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse aus ihnen vertrauten Bereichen zu beschreiben;
 
• persönlichen Empfindungen, Hoffnungen und Zielen in einfacher Form Ausdruck verleihen;
 
• in altersgemäßer Form ihre Meinung darlegen und begründen;
 
• eine einfache Geschichte oder die Handlung eines im Unterricht erarbeiteten Buches oder Filmes wiedergeben;
 
• ihre Reaktionen auf Gelesenes, Gehörtes oder Gesehenes in altersgemäßer Form verbalisieren;
 
• Themen aus dem Unterricht oder ihren Interessengebieten sachgerecht darstellen.
Leseverstehen
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• persönliche Mitteilungen verstehen;
 
• unkomplizierte Sachtexte mit überwiegend bekanntem Sprachmaterial zu vertrauten Themen verstehen;
 
• auch einen Text zu nicht bekannten Themen erfassen, sofern überwiegend bekanntes Sprachmaterial verwendet wird;
 
• nicht zu komplizierten Alltagstexten allgemeine oder auch spezielle Informationen entnehmen;
 
• in unkomplizierten Zeitungsartikeln zu vertrauten Themen die wesentlichen Punkte erfassen;
 
• allgemein bei Texten nicht nur den Inhalt erfassen, sondern auch die jeweiligen Hauptmerkmale wahrnehmen (Sprache und Aufbau);
 
• kürzere, nicht zu schwierige literarische Texte, Textauszüge oder Szenenfolgen inhaltlich und hinsichtlich ihrer wichtigsten Merkmale erfassen.
Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• kurze, einfache Notizen und Mitteilungen schreiben und das Wichtige darin hervorheben;
 
• einen persönlichen Brief schreiben und darin in sprachlich korrekter Form detailliert über Erfahrungen, Gefühle und Ereignisse berichten;
 
• sprachlich und inhaltlich nicht zu schwierige Texte zusammenfassen;
 
• zu Textaussagen und behandelten Themen eine Stellungnahme abgeben und dabei ihren Standpunkt argumentativ in zusammenhängender und sprachlich korrekter Form untermauern;
 
• ihr eigenes Verständnis von literarischen Texten in einer ihnen gemäßen Form zum Ausdruck bringen;
 
• sich einfacher Formen kreativen Schreibens bedienen (Wechsel von Perspektive und Textsorte, Füllen von Leerstellen).
Sprachmittlung
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• in zweisprachigen Alltagssituationen vermitteln, in denen ihnen vertraute Inhalte in überwiegend bekanntem Wortlaut zur Sprache kommen;
 
• geeignete Textausschnitte verschiedener Textsorten ins Deutsche übertragen.

2. BEHERRSCHUNG DER SPRACHLICHEN MITTEL

Phonologische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
 
• die phonetischen und intonatorischen Elemente des BBC English/General American in der Kommunikation zunehmend sicher verwenden, sodass ihre Aussprache in der Regel weder auf Wort- noch auf Satzebene Missverständnisse verursacht;
 
• wesentliche lautliche Unterschiede zwischen BBC English und General American unterscheiden;
 
• Dialektmerkmale des britischen und amerikanischen Englisch erkennen, um auf reale Sprechsituationen vorbereitet zu sein;
 
• die Aussprache von Wörtern anhand der Lautschrift in einem Wörterverzeichnis oder Lexikon feststellen;
 
• einen Text mit bekanntem Sprachmaterial nach stillem Lesen phonetisch und intonatorisch angemessen vorlesen.
Lexikalische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler verfügen
 
• über einen hinreichend großen Wortschatz und idiomatische Wendungen, um sich auch mithilfe von einigen Umschreibungen über die meisten Themen des Alltags äußern zu können wie Familie, Hobbys, Interessen, Arbeit, Reisen, aktuelle Ereignisse;
 
• über den Wortschatz zur Benennung wichtiger grammatischer Erscheinungen;
 
• über Kenntnisse im Bereich der Wortbildung (prefixes, suffixes, conversion, compounds);
 
• über die Formen der meisten unregelmäßigen Verben;
 
• über Wörter in ihren Bindungen an Präpositionen und Adverbien oder anderen Kollokationen;
 
• über einen zunehmend differenzierten Verknüpfungswortschatz;
 
• im Rahmen des bekannten Wortschatzes über Sicherheit in der Rechtschreibung (auch Unterschiede BBC English/General American);
 
• über einen angemessenen Wortschatz, um sich in den unter 4. „Kulturelle Kompetenz“ genannten Bereichen äußern zu können.
Grammatische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können sich hinreichend korrekt in vertrauten Situationen verständigen. Trotz muttersprachlicher Interferenzen verfügen sie über weitgehende Sicherheit im Gebrauch der im Folgenden aufgeführten Satzmuster, grammatischen Strukturen und Formen. Dabei gewinnen sie zunehmend Einsicht in sprachliche Gesetzmäßigkeiten.
Die Schülerinnen und Schüler können
• Sachverhalte und Handlungen als gegenwärtig, vergangen und zukünftig darstellen (Zeitenfolge, past perfect, present perfect progressive, present progressive für Zukünftigkeit, irregular verbs, aspect);
• Geschehen aus der Sicht des Verursachers und des Objekts darstellen (active/passive voice, verbs with two objects, verbs with prepositions, by-agent);
• Annahmen, Bedingungen und Hypothesen ausdrücken (conditional II, III);
• Modalitäten ausdrücken (die wichtigsten Entsprechungen für wollen, können, sollen, dürfen, müssen);
• wiedergeben, was andere gesagt haben (reported speech);
• Personen, Gegenstände, Sachverhalte und Geschehnisse durch Relativsätze näher bezeichnen (non-defining relative clauses);
• weitere Aussagen über Umstände machen (adverbials, adverbial clauses);
• Aussagen über Zustände machen (adjectives as subject/object complement);
• Aussagen über bestimmte/unbestimmte Mengen, Konkreta, Abstrakta machen (definite/indefinite/ zero article, countable/uncountable/collective nouns/adjectives);
• Aussagen über reflexive und reziproke Tätigkeiten machen (reflexive pronouns, reciprocal pronouns);
• vom Deutschen abweichende Strukturen verstehen und angemessen verwenden (infinitives, participles, gerunds).

3. UMGANG MIT TEXTEN

Die Schülerinnen und Schüler können
• für den Unterricht bearbeitete Sachtexte und adaptierte Auszüge aus der Jugendliteratur mithilfe von Arbeitsanweisungen erschließen;
• einfache authentische Gebrauchstexte verstehen und anwenden;
• die logischen Strukturen von Texten erkennen und beschreiben;
• zunehmend problemorientierte Songs und einfache Gedichte verstehen und mündlich und schriftlich kommentieren;
• sich Notizen machen während eines Vortrags oder bei Hörverstehensübungen; Zusammenfassungen, Erfahrungsberichte und Reportagen schreiben;
• die besonderen Strukturmerkmale eines short play erarbeiten;
• eine Ganzschrift weitgehend selbstständig lesen und unter Anleitung auswerten;
• weitere Formen des kreativen Schreibens einsetzen (Wechsel von Perspektive und Textsorte, Füllen von Leerstellen);
• Texte szenisch gestalten.

4. KULTURELLE KOMPETENZ

Soziokulturelles Wissen
Die Schülerinnen und Schüler
• haben erweiterte Kenntnisse über die Regionen Großbritanniens (England, Scotland, Wales) und lernen britische Großstädte kennen;
• verfügen über Kenntnisse über amerikanische Großstädte sowie über Regionen in den USA;
• können sich exemplarisch über wichtige Errungenschaften des angelsächsischen Kulturraums und ihre Folgen äußern;
• haben Kenntnisse über die Entstehung Amerikas, die Erschließung des amerikanischen Westens und die Rolle der Indianer;
• kennen die Bedeutung der National Parks in den USA;
• kennen die Grundzüge des amerikanischen Schulalltags.
Interkulturelle Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können
• sich in Standardsituationen den sozialen Konventionen in Großbritannien und den USA entsprechend verhalten;
• Probleme im Zusammenleben von britischen und amerikanischen Jugendlichen, die verschiedenen gesellschaftlichen und ethnischen Gruppen angehören, beschreiben;
• geographische, kulturelle oder historische Besonderheiten in Großbritannien und den USA, die dem Erfahrungshorizont Jugendlicher entsprechen, exemplarisch beschreiben;
• ansatzweise über ihnen vertraute Themen sowie über Personen aus der englischsprachigen Welt sprechen, die ihnen Identifikationsmöglichkeiten bieten;
• Vor- und Nachteile des US-amerikanischen, britischen und deutschen Schulalltags aus ihrer persönlichen Sicht darstellen;
• gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum schriftlich (brieflich oder per Internet) mit ausländischen Partnern kommunizieren.

5. METHODENKOMPETENZ

Lern- und Arbeitstechniken, Sprachlernkompetenz
Die bereits bis zur Klasse 6 erworbenen Lern- und Arbeitstechniken werden weiter ausgebaut und zunehmend systematisch eingesetzt. Sie sind Voraussetzung für die Wahrnehmung und Mitgestaltung vielfältiger Unterrichtsformen, durch die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit im Sinne des erweiterten Lernbegriffs gestärkt werden. Der Lernfortschritt wird im Sprachenportfolio dokumentiert. Die Schülerinnen und Schüler erfahren überdies Formen der individuellen Förderung.
Die Schülerinnen und Schüler können
• Informationen systematisch sammeln, in Beziehung setzen und ordnen;
• Leseverfahren (skimming, scanning) bewusst einsetzen;
• verschiedene Verfahren verwenden, um Notizen von Textvorlagen (sequential outline notes, mind mapping) und Hörtexten (cue words, signal words, qualifying words) anzufertigen;
• Verfahren der Texterschließung ausbauen (paraphrasierende Randbemerkung, Gliederungsverfahren);
• formale Kriterien für Textproduktionen einhalten (introduction, body, conclusion);
• Nachschlagetechniken (zweisprachiges Wörterbuch) benutzen;
• einfache Worterschließungsmethoden wie kontextuelles Verstehen oder Übertragbarkeit aus anderen Sprachen einsetzen;
• einfache statistische Darstellungen (tables, graphs, charts) auswerten;
• weitergehende Formen der Selbsteinschätzung sowie Rückmeldungen von Mitschülerinnen und Mitschülern für die Überprüfung des Lernfortschritts nutzen;
• in Kleingruppen zielorientiert zusammenarbeiten.
Medienkompetenz und Präsentation
Der Umgang mit dem Computer soll nicht nur zur Textverarbeitung, sondern auch zur Präsentation von landeskundlichen Inhalten eingeübt werden.
Das Internet stellt eine wesentliche Informationsquelle dar, wozu Recherchestrategien für den Umgang mit Suchmaschinen und Datenbanken entwickelt werden müssen.
Die Schülerinnen und Schüler können
• Kurzpräsentationen zu Aspekten der Landeskunde gestalten und vorstellen;
• einige Visualisierungstechniken anwenden;
• Anwendungssoftware zu Vokabeln, Grammatik und Textverarbeitung einsetzen;
• das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium nutzen.

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letzte Aktualisierung: 5.10.2004 | AGS
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