Bildungsplan Ethik Klasse 10
1. ANTHROPOLOGIE
- Individualität
Die Schülerinnen und Schüler können
- • entscheidende Phasen ihrer Entwicklung und Sozialisation reflektieren;
- • in der Auseinandersetzung mit Liebe und Freude, Schmerz, Leid und Trauer die existenzielle Bedeutung von Gefühlen erkennen;
- • Empathiefähigkeit durch einfühlendes Verstehen, Rücksichtnahme und Verantwortung für den anderen vertiefen.
- Sozialität
Die Schülerinnen und Schüler können
- • die Kulturbedingtheit der Entwicklung von Jugendlichen erörtern;
- • den gesellschaftlichen Wandel des Rollenverständnisses (sex and gender) darlegen;
- • die Bedeutung von Zuwendung, Bindung und Erziehung für die Entwicklung des Menschen erkennen und erörtern.
- Konflikte
Die Schülerinnen und Schüler können
- • Konflikte in Selbstfindungsprozessen sowie Generationenkonflikte analysieren und bewerten;
- • Ursachen menschlicher Aggression erläutern und Aggressionstheorien in Grundzügen darlegen;
- • die Notwendigkeit von Konfliktregelung als Bedingung humanen Zusammenlebens erörtern.
2. MORALPHILOSOPHIE
- Lebensgestaltung
Die Schülerinnen und Schüler können
- • die Bedeutung von Liebe und Freundschaft für eine humane Lebensführung darlegen;
- • sich mit Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit als Grundzug menschlichen Lebens in ihrer Bedeutung für die eigene Lebensgestaltung auseinander setzen;
- • Formen der Verantwortung unterscheiden und den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung erklären.
- Philosophische Ethik
Die Schülerinnen und Schüler können
- • die Figur des Sokrates als paradigmatische Verkörperung des Philosophen (Einheit von Lehre und Person, Vernunft als unbedingte Orientierungsnorm) deuten sowie seine moralische Argumentationsweise in Ansätzen analysieren und beurteilen;
- • Grundgedanken der Ethik des aufgeklärten Eigeninteresses bei Hobbes, sein kontraktualistisches Begründungsmodell und dessen Verbindung mit seiner absolutistischen Staatskonzeption darlegen und beurteilen;
- • die auf Gefühle gestützte Moraltheorie Humes in ihren Grundzügen darstellen und ansatzweise beurteilen.
3. PROBLEMFELDER DER MORAL
- Natur und Mensch
Die Schülerinnen und Schüler können
- • die Begriffe Natur und Kultur unterscheiden;
- • anthropozentrische und physiozentrische Einstellungen zur Natur gegeneinander abgrenzen und sich mit diesen kritisch auseinander setzen.
- Liebe, Ehe, Familie
Die Schülerinnen und Schüler können
- • Bedingungen für gelingende/misslingende Partnerschaft formulieren und Möglichkeiten verantwortlichen Umgangs mit Sexualität erörtern;
- • Formen des Allein- und Zusammenlebens im Hinblick auf Probleme, Zukunftschancen und eigene Erwartungen bewerten.
- Altern, Sterben, Tod
Die Schülerinnen und Schüler können
- • physische, psychische und soziale Erscheinungsformen des Alterns benennen;
- • Einstellungen und Haltungen zu Sterben und Tod erörtern.
- Gewalt und Gewaltlosigkeit
Die Schülerinnen und Schüler können
- • Erscheinungsformen von Gewalt wahrnehmen und beschreiben sowie deren Ursachen und Folgen analysieren;
- • in Ansätzen Möglichkeiten und Grenzen erörtern, um Gewalt einzudämmen;
- • Formen friedlichen Zusammenlebens einüben.
4. RELIGION
- Christentum
Die Schülerinnen und Schüler können
- • christliche Feste und Bräuche in ihrer zeitlichen Abfolge beschreiben;
- • die wichtigsten Stationen des Lebens Jesu im historischen Kontext darlegen;
- • in Ansätzen die Entwicklung des Christentums und zentrale Inhalte der christlichen Lehre erläutern.
- Islam
Die Schülerinnen und Schüler können
- • die Entstehung und die Lehre des Islam in Ansätzen darlegen;
- • exemplarisch soziale und politische Strukturen islamischer Gesellschaften analysieren;
- • an Beispielen die kulturgeschichtliche Bedeutung des Islam erläutern.
5. MORALISCH-ETHISCHES ARGUMENTIEREN
- Analytische Dimension
Die Schülerinnen und Schüler können
- • ihre Neigungen und Interessen analysieren und reflektieren;
- • differenziert moralische Phänomene beschreiben;
- • philosophische Theorien in ihren Grundzügen erläutern;
- • Formen analytischen und argumentierenden Schreibens anwenden.
- Hermeneutische und kommunikative Dimension
Die Schülerinnen und Schüler können
- • durch Einfühlung und Perspektivenwechsel Andersheit und Fremdes erfahren und zum Ausdruck bringen;
- • historisch gegebene moralisch-religiöse Phänomene deuten und auf gegenwärtige Sachverhalte beziehen;
- • anspruchsvollere philosophische Texte sinngemäß wiedergeben und moralbezogene Probleme angemessen erörtern.
- Kreativ-konstruktive Dimension
Die Schülerinnen und Schüler können
- • Gedankenexperimente sowie Modellbildungen vornehmen;
- • philosophische Sachverhalte und Texte visualisieren;
- • mit moralbezogenen Texten kreativ umgehen.
zurück zur Übersicht