ÜBERGREIFENDE KOMPETENZEN FÜR DIE ARBEITSBEREICHE 1–3: WORTSCHATZ – SATZLEHRE – FORMENLEHRE
- Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage
- • morphologische, syntaktische und semantische Erscheinungen der lateinischen Sprache zu strukturieren und zu systematisieren;
- • morphologische und syntaktische Erscheinungen und semantische Ausdrucksmöglichkeiten der lateinischen Sprache mit denen anderer Sprachen zu vergleichen;
- • Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu benennen und auf Grund dieser Beobachtungen die Zusammengehörigkeit der Sprachen und Völker Europas zu beschreiben.
ARBEITSBEREICH 1: WORTSCHATZ
- Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage
- • auf der Grundlage von Lehrbuch- und Originaltexten ihren Grundwortschatz zu erweitern, zu lernen und durch Wiederholen zu sichern;
- • die bei der Wortschatzarbeit im Lateinunterricht und in den Fremdsprachen erworbenen Kenntnisse wechselseitig zu nutzen und zunehmend sicherer mit Fremd- und Lehnwörtern umzugehen;
- • zur Aufschlüsselung neuer Wörter und bei der Erschließung und Übersetzung von Texten ihre Kenntnisse der Wortarten und der Wortbildungslehre zu nutzen;
- • bei der Arbeit am Text zunehmend selbstständig den Wortschatz nach den in Klasse 6 eingeführten Feldern zu strukturieren;
- • ihre Vokabelkartei zu ergänzen und zu benutzen.
- Inhalte
Die in Klasse 6 aufgeführten Inhalte gelten auch für Klasse 8. - • Wortschatz: ca. 1200 Wörter (Leicht ableitbare Wörter sind nicht mitgerechnet.)
ARBEITSBEREICH 2: SATZLEHRE
- Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage
- • ihre erweiterten Kenntnisse auf dem Gebiet der Syntax zur Analyse von Texten einzusetzen;
- • durch Wiederholung und durch intensive und systematische Behandlung bestimmter Teilbereiche der Syntax ein vertieftes Verständnis für Sprache und Text zu gewinnen.
- Inhalte
Die in Klasse 6 aufgeführten Inhalte gelten auch für Klasse 8. - • Füllungsarten von Satzgliedern
- Prädikat: Gerundiv mit esse als Prädikatsnomen
- Subjekt: Relativsatz; indirekter Fragesatz; konjunktivische Gliedsätze
- Objekt: Relativsatz; indirekter Fragesatz; konjunktivische Gliedsätze
- Adverbiale: Ablativus absolutus; konjunktivische Gliedsätze; Gerundium, Gerundivkonstruktion
- Attribut: Gerundium, Gerundivkonstruktion - • satzwertige Konstruktionen
- Ablativus absolutus; Gerundium mit Objekt; Gerundiv mit Beziehungsnomen - • Satzarten im Konjunktiv
- Hauptsatz: Wunsch- und Aufforderungssatz
- Gliedsatz: Temporal-, Kausal-, Konzessiv-, Konsekutiv-, Final-, Optativsatz, indirekter Fragesatz
- Satzgefüge: Irrealis - • semantische Funktionen von Kasus
ARBEITSBEREICH 3: FORMENLEHRE
Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, ihre erweiterten Kenntnisse auf dem Gebiet der Morphologie zur Analyse von Texten einzusetzen.
- Inhalte
Die in Klasse 6 aufgeführten Inhalte gelten auch für Klasse 8. - • Verbalformen
- Infinitiv der Nachzeitigkeit (Aktiv); Konjunktiv I und II der Gleich- und Vorzeitigkeit; weitere Verba anomala; nd-Formen; Deponentien - • Nominalformen
- u- und e-Deklination; Partizip der Nachzeitigkeit; Adverbbildung; Komparation der Adjektive und Adverbien; Grund- und Ordnungszahlen: 1-10, 100, 1000; Bildungsgesetz der Zehner und Hunderter
ARBEITSBEREICH 4: TEXTE
- Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage
- • die erarbeiteten Methoden der Texterschließung auf der Basis von Text-, Satz-, Wortgrammatik zunehmend selbstständig anzuwenden;
- • die gelesenen Texte zu übersetzen und unter Einbeziehung sachlicher und historischer Hintergründe (Textpragmatik) zu interpretieren;
- • beim Übersetzen auf der Suche nach einer angemessenen und zielsprachenorientierten Wiedergabe lateinischer Lehrbuch- und Originaltexte die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache zu prüfen und so ihre sprachliche Kompetenz zu verbessern;
- • bei der Strukturierung von Ergebnissen zunehmend selbstständig unterschiedliche Dokumentationsformen zu verwenden;
- • unter Anleitung Texte mit Rezeptionsdokumenten aus Kunst, Literatur und Musik zum selben Thema zu vergleichen;
- • die gelesenen Texte produktiv in andere Darstellungsformen umzusetzen;
- • Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit zu organisieren und in unterschiedlichen Arbeits- und Sozialformen zu kommunizieren, Ergebnisse zielgerichtet zu erarbeiten und zu präsentieren.
Inhalte
Die in Klasse 6 aufgeführten Inhalte gelten auch für Klasse 8.
- Textgrundlage
- • Lehrbuch
Durch die Lektüre von Originaltexten kennen die Schülerinnen und Schüler eine repräsentative Auswahl aus einer der folgenden antiken beziehungsweise mittelalterlichen literarischen Gattungen - • Biographie (zum Beispiel Nepos, Einhard)
- • Lieder (Carmina Burana)
- • narrative Texte (zum Beispiel Vulgata, Legenda aurea; Gesta Romanorum)
- • Fabeln (Phaedrus)
ARBEITSBEREICH 5: ANTIKE KULTUR
- Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage
- • innerhalb der schon behandelten Bereiche des antiken Lebens weitere Einzelthemen zu erarbeiten;
- • auch auf der Basis der Lektüre lateinischer Originaltexte den Einfluss der Römer auf die europäische Kultur zu benennen;
- • ihr Wissen historischer und kultureller Hintergründe bei der Interpretation von Texten einzusetzen;
- • sich kritisch mit verschiedenen antiken beziehungsweise mittelalterlichen Lebensformen auseinander zu setzen und dabei einen eigenen Standpunkt zu den angesprochenen Themen zu entwickeln;
- • wichtige Ereignisse und Personen aus der Zeit der römischen Republik zu benennen;
- • sich über sachliche und historische Hintergründe der behandelten Texte zu informieren, indem sie zunehmend selbstständig verschiedene Hilfsmittel benutzen;
- • ihre Ergebnisse in angemessener Form zu präsentieren;
- • in verschiedenen Sozialformen zu arbeiten.
Inhalte
Die in Klasse 6 aufgeführten Inhalte gelten auch für Klasse 8.