1. PHYSIK ALS NATURBETRACHTUNG UNTER BESTIMMTEN ASPEKTEN
Die Schülerinnen und Schüler können zwischen Beobachtung und physikalischer Erklärung unterscheiden; an einfachen Beispielen die physikalische Beschreibungsweise anwenden.
2. PHYSIK ALS THEORIEGELEITETE ERFAHRUNGSWISSENSCHAFT
Die Schülerinnen und Schüler können die naturwissenschaftliche Arbeitsweise Hypothese, Vorhersage, Überprüfung im Experiment, Bewertung, ... in ersten einfachen Beispielen anwenden.
3. FORMALISIERUNG UND MATHEMATISIERUNG IN DER PHYSIK
Die Schülerinnen und Schüler können bei einfachen Beispielen den funktionalen Zusammenhang zwischen physikalischen Größen erkennen, grafisch darstellen und Diagramme interpretieren; einfache funktionale Zusammenhänge zwischen physikalischen Größen, die zum Beispiel durch eine Formel vorgegeben werden, verbal beschreiben und interpretieren; einfache, auch bisher nicht im Unterricht behandelte Formeln zur Lösung von physikalischen Problemen anwenden.
4. SPEZIFISCHES METHODENREPERTOIRE DER PHYSIK
Die Schülerinnen und Schüler können einfache Zusammenhänge zwischen physikalischen Größen untersuchen; erste Experimente unter Anleitung planen, durchführen, auswerten, grafisch veranschaulichen und angeben, welche Faktoren die Genauigkeit von Messergebnissen beeinflussen; an ersten einfachen Beispielen Strukturen erkennen und Analogien hilfreich einsetzen.
5. ANWENDUNGSBEZUG UND GESELLSCHAFTLICHE RELEVANZ DER PHYSIK
Die Schülerinnen und Schüler können bei einfachen Problemstellungen Fragen erkennen, die sie mit Methoden der Physik bearbeiten und lösen; erste physikalische Grundkenntnisse und Methoden für Fragen des Alltags sinnvoll einsetzen; erste Zusammenhänge zwischen lokalem Handeln und globalen Auswirkungen erkennen und dieses Wissen für ihr eigenes verantwortungsbewusstes Handeln einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler kennen charakteristische Werte der behandelten physikalischen Größen und können sie für sinnvolle physikalische Abschätzungen anwenden.
6. PHYSIK ALS EIN HISTORISCH-DYNAMISCHER PROZESS
Die Schülerinnen und Schüler kennen erste einfache Beispiele dafür, dass physikalische Begriffe nicht statisch sind, sondern sich historisch oft aus alltagssprachlichen Begriffen heraus entwickelt haben.
7. WAHRNEHMUNG UND MESSUNG
Die Schülerinnen und Schüler können den Zusammenhang und den Unterschied zwischen der Wahrnehmung beziehungsweise Sinnesempfindung und ihrer physikalischen Beschreibung bei folgenden Themenstellungen darstellen:
Inhalte
- Wahrnehmung: Lautstärke, Tonhöhe, Hören – Messung: Amplitude, Frequenz
- Wahrnehmung: Schwere – Messung: Schwerkraft
- Wahrnehmung: Helligkeit und Schatten, Farben, Sehen – physikalische Beschreibung: Streuung, Reflexion, Brechung
- Wahrnehmung: warm, kalt, Wärmeempfindung – Messung: Temperatur
8. GRUNDLEGENDE PHYSIKALISCHE GRÖSSEN
Die Schülerinnen und Schüler können mit grundlegenden physikalischen Größen umgehen.
Inhalte
- Zeit, Masse, Massendichte, Temperatur, Druck
- Energie
- elektrische Stromstärke, elektrisches Potenzial, elektrische Spannung, qualitativ: elektrische Ladung
- Kraft, Geschwindigkeit, qualitativ: Impuls
9. STRUKTUREN UND ANALOGIEN
Die Schülerinnen und Schüler können Strukturen und Analogien erkennen.
Inhalte
- Schall und Licht
- qualitativ: Energiespeicher, Beschreibung von mechanischen und elektrischen Energietransporten
- qualitativ: Strom, Antrieb (Ursache) und Widerstand
10. NATURERSCHEINUNGEN UND TECHNISCHE ANWENDUNGEN
Die Schülerinnen und Schüler können elementare Erscheinungen in der Natur und wichtige Geräte funktional beschreiben; physikalische Modelle auch in ihrem Alltag gewinnbringend einsetzen.
Inhalte- Erde: atmosphärische Erscheinungen, Erdmagnetfeld
- Mensch: physikalische Abläufe im menschlichen Körper, medizinische Geräte, Sicherheitsaspekte
- Alltagsgeräte (zum Beispiel Elektromotor)
- Energieversorgung: Kraftwerke und ihre Komponenten (zum Beispiel Generator) – auch regenerative Energieversorgung (zum Beispiel Solarzelle, Brennstoffzelle)