Bildungsplan katholische Religion Klasse 8

1. MENSCH SEIN – MENSCH WERDEN

Die Schülerinnen und Schüler
• können an einem biblischen Text oder an einem Lebenslauf darlegen, dass Glaube Konsequenzen für die Lebensgestaltung hat;
• können an einem Beispiel die Bedeutung des Gewissens erläutern;
• erkennen, dass Menschen beim Erwachsenwerden einen Spielraum der Freiheit gewinnen, den sie verantwortlich nutzen sollen;
• wissen, dass der Mensch in Verantwortung vor Gott nicht alles selber leisten muss.

2. WELT UND VERANTWORTUNG

Die Schülerinnen und Schüler
• können exemplarisch aufzeigen, in welchem Maße Gesellschaften durch Religionen wie das Christentum oder den Islam geprägt sind;
• an einem Beispiel deutlich machen, inwiefern prophetische Menschen für ein humanes und gerechtes Zusammenleben in der Gesellschaft unentbehrlich sind;
• an Beispielen aufzeigen, wie Menschen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren, am Wachsen des Reiches Gottes mitarbeiten;
• an einem Beispiel aufzeigen, dass die Hoffnung auf die Vollendung der Welt grundlegend zur jüdisch-christlichen Tradition gehört.

3. HERMENEUTIK: BIBEL UND TRADITION

Die Schülerinnen und Schüler
• können an Zeugnissen des Mittelalters (Texte, Bilder, Bauwerke) exemplarisch das religiöse Selbstverständnis und Lebensgefühl erläutern;
• kennen Merkmale folgender biblischer Sprachformen: prophetische Rede, Gleichnis, Wundererzählung;
• können die Ausdruckskraft und den Bedeutungsüberschuss bildhafter biblischer Sprache zum Beispiel an Gleichnissen Jesu verdeutlichen.

4. DIE FRAGE NACH GOTT

Die Schülerinnen und Schüler
• können das besondere Gottesbild in den Gleichnissen Jesu herausarbeiten;
• einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Gottesvorstellungen im Islam und im Christentum benennen;
• erklären, warum der Glaube der Muslime an Allah dem biblischen Gottesglauben sehr nahe steht.

5. JESUS DER CHRISTUS

Die Schülerinnen und Schüler
• können an zwei Evangelientexten erläutern, wie mit dem Handeln und Verkündigen Jesu das Reich Gottes angebrochen ist;
• erklären, inwiefern Jesus als prophetischer Mensch bezeichnet werden kann.

6. KIRCHE, DIE KIRCHEN UND DAS WERK DES GEISTES GOTTES

Die Schülerinnen und Schüler
• kennen einige geschichtliche und theologische Ursachen der Kirchenspaltung im 16. Jahrhundert;
• kennen die Grundbedeutung des Wortes „Ökumene“ und können deren Anliegen an einem Beispiel erläutern;
• können an Beispielen die kulturelle Leistung der Kirche aufzeigen.

7. RELIGIONEN UND WELTANSCHAUUNGEN

Die Schülerinnen und Schüler
• können die Bedeutung Mohammeds für die Muslime in Ansätzen erläutern (Siegel der Propheten, Weitergabe des Koran) und mit der Bedeutung vergleichen, die Jesus Christus für Christen hat;
• kennen Gründe für das Entstehen von Vorurteilen gegenüber Muslimen und können sich mit einigen gängigen Vorurteilen kritisch auseinander setzen;
• sind in Ansätzen befähigt zu einem Gesprächsaustausch mit Menschen islamischen Glaubens.

VERBINDLICHE THEMENFELDER

KIRCHENGESCHICHTE: MITTELALTER UND REFORMATION
• Kirche als Lebensraum im Mittelalter
• Reformation: Ursachen, Anliegen, Folgen

ISLAM
• Muslime in Deutschland, Nebeneinander und Miteinander der Kulturen
• Mohammed, der Koran, Ausbreitung des Islam
• Gottesvorstellung und Ethik
• Lebensordnung Islam

PROPHETISCHE MENSCHEN
• Prophetische Menschen heute
• Prophet werden – ein Prozess
• Amos oder ein anderer Schriftprophet

SEHNSUCHT NACH DER VOLLENDUNG DER WELT UND JESU BOTSCHAFT VOM BEGINNENDEN REICH GOTTES
• Bilder einer besseren Welt heute
• Jesus knüpft an Hoffnungsbildern seines Volkes an
• Gleichnisse und Taten Jesu • Mitarbeit von Menschen am Reich Gottes – Vollendung als Werk Gottes

MEINE STÄRKEN UND SCHWÄCHEN – LEBEN LERNEN IN FREIHEIT UND VERANTWORTUNG
• Jeder hat Stärken und Schwächen
• Autorität
• Persönlichkeitsentwicklung und Gewissensbildung
• Entstehung von Aggression – Wege zu gewaltfreier Konfliktlösung


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letzte Aktualisierung: 5.10.2004 | AGS
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