1. MENSCH SEIN – MENSCH WERDEN
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können an einem biblischen Text oder an einem Lebenslauf darlegen, dass Glaube Konsequenzen für die Lebensgestaltung hat;
- • können an einem Beispiel die Bedeutung des Gewissens erläutern;
- • erkennen, dass Menschen beim Erwachsenwerden einen Spielraum der Freiheit gewinnen, den sie verantwortlich nutzen sollen;
- • wissen, dass der Mensch in Verantwortung vor Gott nicht alles selber leisten muss.
2. WELT UND VERANTWORTUNG
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können exemplarisch aufzeigen, in welchem Maße Gesellschaften durch Religionen wie das Christentum oder den Islam geprägt sind;
- • an einem Beispiel deutlich machen, inwiefern prophetische Menschen für ein humanes und gerechtes Zusammenleben in der Gesellschaft unentbehrlich sind;
- • an Beispielen aufzeigen, wie Menschen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren, am Wachsen des Reiches Gottes mitarbeiten;
- • an einem Beispiel aufzeigen, dass die Hoffnung auf die Vollendung der Welt grundlegend zur jüdisch-christlichen Tradition gehört.
3. HERMENEUTIK: BIBEL UND TRADITION
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können an Zeugnissen des Mittelalters (Texte, Bilder, Bauwerke) exemplarisch das religiöse Selbstverständnis und Lebensgefühl erläutern;
- • kennen Merkmale folgender biblischer Sprachformen: prophetische Rede, Gleichnis, Wundererzählung;
- • können die Ausdruckskraft und den Bedeutungsüberschuss bildhafter biblischer Sprache zum Beispiel an Gleichnissen Jesu verdeutlichen.
4. DIE FRAGE NACH GOTT
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können das besondere Gottesbild in den Gleichnissen Jesu herausarbeiten;
- • einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Gottesvorstellungen im Islam und im Christentum benennen;
- • erklären, warum der Glaube der Muslime an Allah dem biblischen Gottesglauben sehr nahe steht.
5. JESUS DER CHRISTUS
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können an zwei Evangelientexten erläutern, wie mit dem Handeln und Verkündigen Jesu das Reich Gottes angebrochen ist;
- • erklären, inwiefern Jesus als prophetischer Mensch bezeichnet werden kann.
6. KIRCHE, DIE KIRCHEN UND DAS WERK DES GEISTES GOTTES
- Die Schülerinnen und Schüler
- • kennen einige geschichtliche und theologische Ursachen der Kirchenspaltung im 16. Jahrhundert;
- • kennen die Grundbedeutung des Wortes „Ökumene“ und können deren Anliegen an einem Beispiel erläutern;
- • können an Beispielen die kulturelle Leistung der Kirche aufzeigen.
7. RELIGIONEN UND WELTANSCHAUUNGEN
- Die Schülerinnen und Schüler
- • können die Bedeutung Mohammeds für die Muslime in Ansätzen erläutern (Siegel der Propheten, Weitergabe des Koran) und mit der Bedeutung vergleichen, die Jesus Christus für Christen hat;
- • kennen Gründe für das Entstehen von Vorurteilen gegenüber Muslimen und können sich mit einigen gängigen Vorurteilen kritisch auseinander setzen;
- • sind in Ansätzen befähigt zu einem Gesprächsaustausch mit Menschen islamischen Glaubens.
VERBINDLICHE THEMENFELDER
KIRCHENGESCHICHTE: MITTELALTER
UND REFORMATION
• Kirche als Lebensraum im Mittelalter
• Reformation: Ursachen, Anliegen, Folgen
ISLAM
• Muslime in Deutschland, Nebeneinander
und Miteinander der Kulturen
• Mohammed, der Koran, Ausbreitung des Islam
• Gottesvorstellung und Ethik
• Lebensordnung Islam
PROPHETISCHE MENSCHEN
• Prophetische Menschen heute
• Prophet werden – ein Prozess
• Amos oder ein anderer Schriftprophet
SEHNSUCHT NACH DER VOLLENDUNG
DER WELT UND JESU BOTSCHAFT VOM
BEGINNENDEN REICH GOTTES
• Bilder einer besseren Welt heute
• Jesus knüpft an Hoffnungsbildern seines Volkes an
• Gleichnisse und Taten Jesu
• Mitarbeit von Menschen am Reich Gottes
– Vollendung als Werk Gottes
MEINE STÄRKEN UND SCHWÄCHEN – LEBEN
LERNEN IN FREIHEIT UND VERANTWORTUNG
• Jeder hat Stärken und Schwächen
• Autorität
• Persönlichkeitsentwicklung
und Gewissensbildung
• Entstehung von Aggression
– Wege zu gewaltfreier Konfliktlösung