1. KOMMUNIKATIVE FERTIGKEITEN
- Hör- und Hör-/Sehverstehen
Die Schülerinnen und Schüler können, sofern Standardsprache gesprochen wird, - • Alltagsgesprächen und Redebeiträgen (bei ihnen vertrauten Themen auch mit fachspezifischen Inhalten) folgen;
- • komplexeren Zusammenhängen in längeren Redebeiträgen folgen und die wesentlichen Informationen verstehen, wenn die Thematik weitgehend bekannt ist;
- • aus Ton- und Videodokumenten über aktuelle Ereignisse und allgemein verständliche Themen die Hauptinformationen entnehmen, vorausgesetzt, die Artikulation ist deutlich und das Sprechtempo nicht zu hoch;
- • Fernsehsendungen, Spiel- und Dokumentarfilmen im Wesentlichen folgen.
- Sprechen
An Gesprächen teilnehmen
Die Schülerinnen und Schüler können - • Alltagssituationen sprachlich bewältigen, gegebenenfalls mit Rückfragen und Präzisierungen;
- • über ihnen vertraute Themen sprechen, eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Arbeitsergebnisse in das Gespräch beziehungsweise die Diskussion einbringen;
- • ihren eigenen Standpunkt sachlich vertreten und begründen und auf Standpunkte der Gesprächspartner in kritischer Offenheit reagieren, wobei in der Diskussion mit Muttersprachlern die Kommunikationsleistung eingeschränkt sein kann;
- • Gefühle ausdrücken und auf Gefühlsäußerungen anderer Personen angemessen reagieren.
- Zusammenhängend sprechen
Die Schülerinnen und Schüler können - • detailliert über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse sprechen und ihre Ansichten, Pläne oder Handlungen erläutern und begründen;
- • Textinhalte und vertraute Themen inhaltlich korrekt und strukturiert wiedergeben, zusammenfassen, präsentieren, kommentieren und auf Nachfragen reagieren.
- Leseverstehen
Die Schülerinnen und Schüler können Leseverstehensstrategien anwenden und je nach Leseintention und Textsorte fiktionale und nichtfiktionale Texte nach kursorischer Lektüre global beziehungsweise nach intensiver Lektüre detailliert verstehen.
Sie können - • komplexere Texte, auch mit teilweise unbekanntem Wortmaterial, verstehen, indem sie auf andere Sprachen zurückgreifen, Verstehensinseln schaffen, den Kontext einbeziehen, eine Erwartungshaltung aufbauen, Hypothesen bilden und überprüfen;
- • aus vorwiegend authentischen, komplexeren, sprachlich nicht zu schwierigen Texten Informationen beziehungsweise wesentliche Sachverhalte und Fakten entnehmen, auch unter Nutzung von Hilfsmitteln;
- • umfangreicheres Textmaterial schnell sichten und diesem gezielt Informationen entnehmen;
- • Texte sinndarstellend vorlesen.
- Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler können sich weitgehend korrekt in der Fremdsprache ausdrücken. Sie verfügen über komplexere Satzbaumuster und können paraphrasieren, um Lücken in Wortschatz und Grammatik zu kompensieren.
Sie können - • Situationen und Sachverhalte beschreiben, von persönlichen Erfahrungen berichten und eigene Kommentare verfassen;
- • unterschiedliche Textsorten erstellen (Resümee, Bericht, Protokoll, Thesenpapier, Brief und kurze Nachricht, Annonce, Lebenslauf, Bewerbung);
- • sprachlich nicht zu schwierige fiktionale und nichtfiktionale Texte strukturieren und inhaltlich korrekt zusammenfassen und kommentieren;
- • auf der Basis von verbalen oder visuellen Impulsen Texte erstellen.
- Sprachmittlung
Die Schülerinnen und Schüler können - • in zweisprachigen Situationen, in denen alltägliche oder ihnen vertraute Themen zur Sprache kommen, mündlich vermitteln und dabei Wortschatzlücken durch Umschreibungen kompensieren;
- • deutsche und spanische Texte, gegebenenfalls unter Nutzung von Hilfsmitteln, in die jeweils andere Sprache zusammenfassend übertragen;
- • Teile anspruchsvollerer Texte angemessen ins Deutsche übertragen.
2. BEHERRSCHUNG DER SPRACHLICHEN MITTEL
Phonologische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler verwenden die phonetischen
und intonatorischen Elemente des Spanischen
(im Allgemeinen Kastilisch, aber auch eine hispanoamerikanische
Standardvariante) in der Kommunikation
weitgehend sicher, können auch anspruchsvollere
Texte phonetisch und intonatorisch korrekt und flüssig
vorlesen und beachten die Ausspracheregeln auch beim
freien Sprechen. Sie können zwischen verschiedenen
Aussprachevarianten unterscheiden (Spanien/Hispano-
Amerika).
- Lexikalische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über - • einen frequenten Alltagswortschatz, der sie zu aktiver Kommunikation befähigt;
- • einen allgemeinen und themenspezifischen Wortschatz, der sie befähigt, sich zu vertrauten Themen mündlich und schriftlich im Allgemeinen mit größerer Genauigkeit zu äußern, wobei gelegentliche Verwechslungen beziehungsweise eine falsche Wortwahl die Kommunikation nicht beeinträchtigen;
- • einen Funktionswortschatz für Textanalyse und Textkommentar und adäquates Vokabular für differenzierte mündliche Äußerungen;
- • einen aufgrund ihres fortgeschrittenen Sprachund Weltwissens erweiterten potenziellen Wortschatz, der es ihnen ermöglicht, umfangreicheres transparentes Wortmaterial selbstständig zu erschließen.
Grammatische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die frequenten
Grundstrukturen und komplexere Strukturen
im Bereich der Tempora und Modi, der Zeitenfolge,
der Präpositionen, der Satzverknüpfung und -verkürzung
und wenden sie beim Sprechen und Schreiben
weitgehend korrekt an.
3. UMGANG MIT TEXTEN
- Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig
Texte verstehen, analysieren und kommentieren.
Sie können - • grundlegende Verfahren der Textrezeption und -analyse an nicht zu anspruchsvollen Texten selbstständig, gegebenenfalls mit Hilfen, anwenden (Fragen zum Text, Aufgabenapparat);
- • aus verschiedenen Quellen Informationen und Argumente entnehmen, sie strukturiert und inhaltlich korrekt zusammenfassen, kommentieren und bewerten;
- • Texte auf Aussage und Wirkung hin analysieren und kommentieren;
- • Textsorten identifizieren, für sie typische sprachliche Mittel analysieren und diese bei der eigenen Textgestaltung berücksichtigen;
- • Texte (auch literarische) vortragen, umgestalten, szenisch darbieten.
4. KULTURELLE KOMPETENZ
- Soziokulturelles Wissen
Die Schülerinnen und Schüler kennen - • die wesentlichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse in Spanien und Hispano-Amerika und gegebenenfalls ihre historischen Ursachen;
- • die Rolle Spaniens im vereinten Europa und seine Beziehungen zu Deutschland;
- • mindestens eine Region Spaniens und ein hispanoamerikanisches Land genauer;
- • die wichtigsten Unterschiede zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Spanisch;
- • mindestens ein umfangreicheres Werk der spanischen oder hispanoamerikanischen Literatur und sind mit weiteren Formen des literarischen und künstlerischen Schaffens aus Spanien und Hispano-Amerika vertraut.
- Interkulturelle Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können sich in Alltagssituationen im Umgang mit Hispanohablantes angemessen verhalten und Missverständnisse vermeiden oder klären. - • Ausgehend von ihnen vertrauten Kommunikationsbereichen und Themen sind sie sich wesentlicher Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien beziehungsweise Hispano-Amerika bewusst (Lebensbedingungen, Werte und Einstellungen, gesellschaftliche Konventionen) und können Vergleiche anstellen.
- • Sie besitzen Problembewusstsein im Umgang mit kulturell sensiblen Themen, Vorurteilen und Stereotypen.
- • Sie können mit Hispanohablantes in Gedankenaustausch treten und in Projekten zusammenarbeiten.
5. METHODENKOMPETENZ
- Lern- und Arbeitstechniken/Sprachlernkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler nutzen die in den Fremdsprachen und in den Muttersprachen erworbenen Lern- und Kommunikationserfahrungen. Sie verfügen über ein umfangreiches Inventar an verschiedenen Lernund Arbeitstechniken, das sie selbstständig anwenden. Sie schaffen sich so eine Grundlage für lebenslanges Fremdsprachenlernen (Sprachlernkompetenz).
Die Schülerinnen und Schüler können - • Hör-, Hör-/Seh- und Leseverstehensstrategien adäquat einsetzen (orientierend, kursorisch, selektiv, detailliert hören/lesen; diskriminieren, erschließen, kombinieren);
- • geeignete Gesprächsstrategien einsetzen;
- • bei der Erarbeitung von Texten Markierungs- und Strukturierungstechniken anwenden (Schlüsselwortmethode, Zwischenüberschriften, Textverlaufsdiagramme, Strukturbilder, Stichwortraster, Anmerkungen, Mindmaps, Clusters) und wichtige Textaussagen exzerpieren;
- • visuelle Vorlagen (Bild, Grafik, Karikatur, Tabelle) schriftlich und mündlich beschreiben, auswerten und kommentieren;
- • Lektüre- und Arbeitsergebnisse auf Spanisch adäquat und adressatengerecht strukturieren und aufbereiten (Notizen, Zusammenfassung, Stellungnahme, Overheadfolie, Thesenpapier);
- • Techniken der Wort- und Texterschließung anwenden (Kontext, Parallelen zu anderen Sprachen), ohne auf ein Wörterbuch zurückzugreifen;
- • bei der Wortschatzerweiterung lernerspezifische Memorierungs- und Vernetzungstechniken anwenden;
- • ein- und zweisprachige Wörterbücher sowie Grammatiken effektiv und angemessen nutzen (auch digital);
- • Strategien zur Fehlervermeidung, Selbstkorrektur und Beseitigung von Defiziten ihrem eigenen Lernertyp entsprechend gezielt einsetzen;
- • Formen der Selbstevaluation mithilfe des Sprachenportfolios anwenden;
- • Inhalte und Lernerfahrungen durch Transferleistung fächerübergreifend und lernökonomisch nutzen;
- • effektiv mit Partnern zusammenarbeiten (auch im Hinblick auf eine selbstständige Mitwirkung bei der Unterrichtsgestaltung).
- Medienkompetenz und Präsentation
Die Schülerinnen und Schüler können - • traditionelle und moderne Medien zur Kommunikation, zur gezielten fremdsprachlichen Recherche und zur kritischen Informationsentnahme nutzen;
- • Sachverhalte, Themen und kreative Arbeiten unter sinnvollem und ökonomischem Einsatz von traditionellen und modernen Medien auf Spanisch präsentieren (Wandzeitung, Overheadfolie, programmgestützte Präsentation);
- • Kurzvorträge und Referate auf Spanisch halten.