„Abiwesenheit – mehr Fehlstunden als Punkte“ hatte sich unser Abi-Jahrgang 2026 als Motto gewählt und zum feierlichen Abschluss seiner Schullaufbahn am 11. Juli ins CCP eingeladen, wo unsere 54 Abiturienten und Abiturientinnen mit ihrer Anwesenheit glänzten und gemeinsam für ihre Familien, Freunde, Freundinnen und Lehrkräfte einen schönen und stimmungsvollen Abend gestalteten.


„Abiwesenheit – mehr Fehlstunden als Punkte“ hatte sich unser Abi-Jahrgang 2026 als Motto gewählt und zum feierlichen Abschluss seiner Schullaufbahn am 11. Juli ins CCP eingeladen, wo unsere 54 Abiturienten und Abiturientinnen mit ihrer Anwesenheit glänzten und gemeinsam für ihre Familien, Freunde, Freundinnen und Lehrkräfte einen schönen und stimmungsvollen Abend gestalteten.

Zunächst aber: Das Motto kann den Faktencheck nicht bestehen! Unser Schulleiter hatte für seine Rede nachgezählt: 33.300 Punkten und einem Abi-Schnitt von 2,1 stehen „nur“ 14.346 Fehlstunden gegenüber. Herr Philipps schaute jedoch noch etwas genauer hin und erkannte einen Zusammenhang zwischen einer geringen Fehlstundenzahl und einem guten Abschneiden, was uns als Lehrkräfte natürlich freut, wenn sich das gemeinsame Lernen in den Schulstunden in einen positiven Zusammenhang mit dem individuellen Lernerfolg setzen lässt. In seiner Rede warf Herr Philipps einen Blick auf das Abiturzeugnis und all die Punktzahlen, die sich dort sammeln – denn dieses Blatt Papier erzählt eine Geschichte! Da finden sich einerseits die abgewählten Fächer, die, die man hatte loswerden wollen: „Nie wieder!“ Da stehen aber auch Fächer, die man hatte wählen wollen, ebenso wie die, die man hatte wählen müssen. Wie „Puzzlestückchen“ formen diese Noten links einen großen Block an Zahlen. Während auf der rechten Seite dann die Ergebnisse der fünf anspruchsvollen Abiturprüfungen, auf die so lange hingearbeitet worden war, prangen. Aber es ging nicht um Zahlen, sondern um die „Geschichten dahinter“, denn diese Punkte erzählen „Geschichten von Mut, Beharrlichkeit, überwundenen Ängsten und Gewitztheit“. Sie zeigen, „unsere und eure Geschichten sind miteinander verwoben.“ Im Wortspiel „Abiwesenheit“ steckt der Begriff „Wesenheit“ und für genau dieses „Wesen“, mit dem unser Abi-Jahrgang uns als Schulgemeinschaft beschenkt hatte, dankte er herzlich und bat: „Bleibt uns bitte verbunden!“
Anschließend erfolgte die Zeugnisübergabe in zwei Blöcken: Strahlend und in eleganter Abendgarderobe nahmen unsere Abiturienten und Abiturientinnen die Zeugnisse von Herrn Philipps entgegen, manche griffen auch beherzter nach dem wertvollen Stück Papier, auf das sie viele Jahre hingearbeitet hatten. In sicherer Pose blickten sie in die Kamera, die diesen besonderen Moment ihrer Schulgeschichte festhielt. Wir gratulieren Celia und Anika zu einem Abiturschnitt von 1,0!
Im Anschluss präsentierten Lasse (Keyboard), Marleen (Geige), Alessia (Querflöte) sowie Katharina und Leonie (Gesang) mit „A Million Dreams“ aus dem Film The Greatest Showman das erste von zwei Musikstücken. Später sangen Alessia, Katharina und Leonie mit Lasse an der Gitarre noch „Story of My Life“ von One Direction.

Mit 17 Abiturientinnen und Abiturienten betrat nach dem musikalischen Beitrag eine beeindruckende Gruppe zur Preisverleihung die Bühne. Traditionell werden Preise für besondere schulische Leistungen überreicht, aber auch langjähriges Engagement in SMV und den Schularbeitsgemeinschaften geehrt. Frau Aberts „Du kannst jetzt länger stehen bleiben!“ traf hier gleich mehrfach zu. Zehnmal wurde der Schulpreis für herausragende schulische Leistungen verliehen, insgesamt 14 Fachpreise der Schule konnten vergeben werden. Carolin und Celia wurden für das Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen. Aber auch von außen kam Lob und Anerkennung: Der Theodor-Heuss-Preis ging an Celia. Celia erhielt ebenfalls den Karl-Frisch-Preis vom Verband Deutscher Biologen; Anerkennungsurkunden gingen zudem an Carolin und Adrian. Carolin erhielt den Geographiepreis des Verbands Deutscher Schulgeographen sowie den Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Marie wurde mit dem Scheffel-Preis ausgezeichnet. Preise der Deutschen Mathematiker-Vereinigung wurden an Carolin, Hannah, Heidi und Celia verliehen. Susann nahm den Otto-Dix-Preis entgegen. Die Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim-Enzkreis zeichnete Anika und Julina aus. Anika erhielt auch den Schulpreis für Ökonomie der Südwest-Metall.
Nach dieser beeindruckenden Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger ergriff Anjulie das Wort und erinnerte an eine Zeit, in der sie und ihr Jahrgang „einen oder zwei Köpfe kleiner und die Rucksäcke größer als man selbst“ gewesen war und den starken Kontrast: „Heute finden wir uns blind zurecht im Schulhaus.“ Auch wenn „das Sicherheitsnetz Schule“ nun weg sei, blickt sie zuversichtlich für ihren Jahrgang in die Zukunft und auf das neue Kapitel, das nun beginnt: Sie sind „bereit für alles, was kommt!“ Carolin stellte das geplante Ehemaligen-Netzwerk am THG vor: Man wolle Teil der Schulgemeinschaft bleiben und sich einbringen sowie die kommenden Generationen von THG-Schülerinnen und -Schülern unterstützen. Sie lud auch direkt dazu ein, Ideen einzubringen und Projekte anzuregen. Eine dieser Ideen aus einer 7. Klasse war gewesen, den Schulhof zu verschönern, was einige Abiturientinnen beginnend mit Tag 1 des Ehemaligen-Daseins in Angriff nahmen und uns mit einem zauberhaften und liebevoll gestalteten Wandbild beschenkten. Aber auch kritische Blicke wurden auf die vergangenen Schuljahre geworfen: „Es gibt keine perfekte Schulzeit, es gibt aber auch keine nur katastrophale Schulzeit,“ formulierte Rouven in seiner Rede. Ausgehend von Lektüren seiner Schulzeit warnte er vor dem wachsenden Druck im Schulsystem, der bei einer Vielzahl junger Menschen zu psychischen Problemen führe und bat um Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander in der Schulgemeinschaft.

Neben diesen Einzelbeiträgen gab es auch Raum für Spiele mit- und gegeneinander: Lehrkräfte traten gemeinsam mit ihren Abiturienten und Abiturientinnen im Team an – bei der Battle der Deutsch-Leistungsfächer trugen Herr Schütze mit Marie und Rouven den Sieg davon, bei den Mathe-LKs lag zum Schluss Herr Hill mit David und Marleen vorn. Bei „Stille Post“ durfte sogar das Publikum mitflüstern und verhalf so Herrn Röller und Frau Binder gemeinsam mit Torben und Finn gegen das Team von Frau Jöst und Herrn Kost mit Florian und Elias zum Sieg, denn für sie war auch Jugendsprache und die Verständigung über Generationsgrenzen hinweg kein Problem. Glückwünsche an alle Gewinnerinnen und Gewinner, die mit Medaillen behangen an ihre Plätze zurückkehrten! Besonders schön war die Auswahl an (Klein-)Kinderbildern, auf denen die Lehrerinnen und Lehrer ihre ehemaligen Schüler und Schülerinnen wiedererkannten, weil sie uns daran erinnert, dass wir in unserem Beruf das große Glück haben, junge Menschen beim Erwachsenwerden begleiten zu dürfen!
Im Laufe des Abends luden Pausen die Gäste außerdem ein, ins Gespräch zu kommen, kleine Nachrichten an die Abiturientinnen und Abiturienten zu schreiben, gemeinsame Fotos zu machen oder auch einfach nur das Essen und das Kuchenbuffet der J1 zu genießen. Bevor das Abschlusslied den Abend im CCP abrundete, ergriff der Abi-Jahrgang die Gelegenheit, der Schulleitung, den Sekretärinnen, Herrn Bischoff sowie seinen LK-Lehrkräften zu danken und persönliche Geschenke zu überreichen. Nach dem Ende des offiziellen Teils wurde im Schlosskeller noch bis in die Morgenstunden weitergefeiert.
Auch wir danken dem Abi-Jahrgang 2026 und die Frage „Was machen wir denn ohne die?“ hallt noch in vielen Köpfen nach… Ein herzliches Dankeschön geht natürlich an Ina und Julina, die charmant durchs Programm führten.
Birgit Heike Knobloch, 12. Juli 2026
