Das neue Präventionscurriculum am THG umfasst Workshops, Vorträge sowie kleine Unterrichtseinheiten zu wichtigen Themen, die unsere Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag beschäftigen. All dies in nur einen Tag zu packen ist nicht möglich, so dass wir eigentlich von einer „Präventionswoche“ sprechen sollten. Herzstück ist aber der heutige Mittwoch, der 25. Februar.
Die beiden 5. Klassen beschäftigten sich zunächst mit ihrer eigenen Smartphonenutzung und Social Media, im Anschluss sprachen sie über Mobbing und den besonderen Fall des Cybermobbbing.
In Klasse 6 lag der Fokus auf Gewaltprävention – auch mit Besuch der Polizei.
Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen diskutierten im Rahmen eines Workshops Schönheitsideale, Konsum und Trends. In einem weiteren Vortrag erfuhren sie mehr über Essstörungen und die damit verbundenen Gefahren.
Auch in den 8. Klassen stand die Suchtprävention im Zentrum: Heute hörten alle 8. Klassen gemeinsam einen Vortrag des Apothekerverbands über Cannabis, welcher durch Workshops im Klassenverband ergänzt wird bzw. wurde.
Vielen Dank an Frau König und Herrn Trennert-Helwig für die Organisation der Präventionstage!
„Ich mach doch nur Spaß! Das ist Humor!“ – Mobbing & Cybermobbing (Klasse 5)
Nachdem die Klassen 5a & bin den ersten beiden Stunden gemeinsam mit Herrn Trennert-Helwig bzw. Herrn Müller ihren eigenen Umgang mit dem Smartphone reflektierten und sich über die Gefahren verschiedener Apps und Social-Media-Plattformen austauschten, stand in den verbleibenden vier Unterrichtsstunden Mobbing im Vordergrund des Präventionsprogramms.
Nach der Frühstückspause ging es mit Frau König und Frau Knobloch weiter: Darf man Bilder, auf denen eine andere Person zu sehen ist, weitergeben? Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand ein Foto von dir an andere Personen weitergibt? Darf man Bilder von anderen Personen im Internet veröffentlichen? Das Recht am eigenen Bild sowie das Posten von Fotos im Internet verband die beiden Themenschwerpunkte des Präventionstags Klasse 5 also miteinander.
Viele Kinder zeigten bereits großes Wissen und auch Feingefühl, wenn es darum ging, Mobbing zu erkennen und zu beschreiben, andere waren aber durchaus überrascht, was alles schon als Mobbing gilt und eben kein harmloser Spaß mehr ist. Einzelne schilderten sogar persönliche Erfahrung und ihren Umgang damit. Sie holten sich Hilfe, z.B. bei ihren Eltern. Aber auch in der Schule sollten sie das tun! Eine Lehrkraft zu informieren, wenn man beobachtet, wie jemand unter Mobbing leidet, ist kein „Petzen“, es ist aktives Helfen!
Gespannt verfolgten sie nach dieser Einführung ins Thema dann den angekündigten Spielfilm „Lars ist LOL“ (2025), der auf einem Roman von Iben Akerlie basiert. Während des Film beobachteten sie die Figuren Amanda und Lars, die eine besondere Freundschaft verbindet: Lars ist neu in der Klasse, Amanda soll ihm als „Buddy“ beim Ankommen helfen. Als Amanda herausfindet, dass ihre Mitschülerin Anna Lars online mobbt und unerlaubt Bilder von ihm postet, ist sie entsetzt und stellt das Mädchen zur Rede. Zunächst erklärt Amanda der „Mobberin“ noch, dass ihr Tun kein Spaß ist, sondern grausam und Lars verletzt, dann gerät sie jedoch selbst in deren Fokus. Anna droht, ein Bild von Amanda zu posten, für das sie sich schämt – und Amanda trifft eine folgenschwere Entscheidung… Der Film ist für die beiden Figuren Amanda und Lars ein wahres Wechselbad der Gefühle: Freude, Angst, Wut, Enttäuschung, aber auch erste Liebe, Scham und Reue treffen aufeinander.
In der 5b besprachen die Schülerinnen und Schüler bereits, welche Gefühle sie in verschiedenen Szenen beobachtet hatten und zeigten so ihr Einfühlungsvermögen. Leider ging der Tag so schnell vorbei, dass sie sich nun erst einmal zuhause selbstständig weiter mit Amandas Geschichte auseinandersetzen werden und ihr in einem Brief Ratschläge geben, wie sie eine bessere Freundin für Lars hätte sein können.
Auch in der 5a wurde festgestellt, dass deutlich mehr Redebedarf als Zeit vorhanden war. Sowohl Frau König als auch Frau Knobloch werden darum in den kommenden Stunden an diesem wichtigen Thema weiterarbeiten.
Jennifer König und Birgit Heike Knobloch, 25. Februar 2026
Aus der Heimlichkeit aussteigen!
Im Rahmen des Präventionsangebots am THG lauschten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 zunächst gespannt einem Vortrag rund um eine ausgewogene Ernährung, sowie über unterschiedliche Arten von Essstörungen.
Der Pforzheimer Referent und Apotheker Herr Roethe, der sein Abitur vor zehn Jahren am Reuchlin-Gymnasium in Pforzheim abgelegt hat, informierte im Musiksaal des THGs umfassend und anschaulich über das tabubehaftete Thema.
Er stellte Beratungsmöglichkeiten vor, stand mit Rat und Hilfe zur Verfügung und zeigte Wege aus den unterschiedlichen Essstörungen auf.
In einer anschließenden Fragerunde ging er individuell und einfühlsam auf alle Fragen und Belange unserer Schülerinnen und Schüler ein.
Wir danken Herrn Roethe für einen informativen Vormittag am THG!
Tim Ernau, 25. Februar 2026









