
„Oh je, was das wohl wird?“
„Ich kann mir da ja gar nichts drunter vorstellen!“
„Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen Bauchschmerzen …“
Mit genau solchen Gedanken und manch skeptischem Blick im Gepäck starteten wir in unseren diesjährigen pädagogischen Tag – und zwar in einer für viele ungewohnten Form: als Barcamp. Was dann folgte, hat diese anfängliche Skepsis nicht nur zerstreut, sondern bei einigen echte Begeisterung ausgelöst.
Am Montag, den 23.02., füllte sich ab 9:00 Uhr die sonnige und liebevoll dekorierte Jahnhalle mit Leben. Lehrkräfte, Schüler:innen und Eltern kamen zusammen, tauschten erste Gespräche aus und spürten schnell: Heute geht es um Mitgestaltung, um Austausch – und um unser THG. Kurz vor halb zehn eröffnete Herr Philipps den Tag, bevor das Moderator:innen-Team des ZSL uns schrittweise in die Idee und den Ablauf eines Barcamps einführte.
Vier Session-Runden standen an – unterbrochen von Pausen, die nicht nur der Stärkung an der Snack-Bar dienten, sondern vor allem Raum für Begegnungen boten. Das Herzstück des Tages aber war das Session-Board: Alle Teilnehmenden waren eingeladen, eigene Themen einzubringen. Und sie taten es – mutig, kreativ und mit großer Offenheit. So wurden alle zu Teilgeber:innen und Gestalter:innen dieses Tages.
Was dann entstand, war beeindruckend: Fünftklässler:innen eröffneten Sessions zu Erste Hilfe oder einer Fußball-AG; Oberstufenschüler:innen sprachen über Overthinking und die Frage nach dem eigenen Glück. Eltern brachten Themen wie GFS im Jahr 2026 oder die Benotung in Kunst, Musik und Sport ein. Lehrkräfte diskutierten über Achtsamkeit, gesunde Schule, Nachhaltigkeit, Lernen in Zeiten der Digitalität und vieles mehr. Das Session-Board füllte sich rasant – und viele standen vor der nicht ganz einfachen Entscheidung, welche der spannenden Angebote sie besuchen sollten.
In der gemeinsamen Mittagspause wurde weitergeredet, gelacht, diskutiert – bei Pizza, Salaten und Kuchen. Danach folgten zwei weitere intensive Session-Runden, bevor sich alle um 16:00 Uhr noch einmal in der Jahnhalle versammelten. Beim gemeinsamen Abschluss wurde deutlich: Dieser Tag hatte etwas ausgelöst. Das Feedback war positiv und geprägt von Wertschätzung.
Besonders berührend war zu erleben, wie sehr der Austausch über Gruppen hinweg geschätzt wurde. Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte begegneten sich auf Augenhöhe, hörten einander zu und entwickelten gemeinsam Ideen für unsere Schule. Einige davon wurden sogar sofort Realität: Eine musikalische Pause am Freitag, eine neue Plauderecke im Lehrerzimmer. Andere Projekte – wie ein Exkursionscurriculum oder ein Bewegungskonzept – werden weitergedacht und bald umgesetzt.

Dieser pädagogische Tag hat gezeigt, was möglich ist, wenn eine Schulgemeinschaft gemeinsam gestaltet, zuhört und sich traut, neue Wege zu gehen. Oder, wie es am Ende des Tages hieß:
„Das ist so toll – schade, dass nicht noch mehr Schüler:innen dabei waren!“
„Ich kann die Sichtweisen der Lehrkräfte jetzt viel besser nachvollziehen.“
„Man merkt, dass das ein starkes Kollegium ist.“
„Das war ein rundum gelungener Tag.“
Ein Tag, der bewegt hat – und der Lust auf mehr macht.
Nina Jöst, 23. Februar 2026
Fotos: Lena Gengenbach















